|
Homöopathie für Kinder
Vortrag und Gespräch mit Klara Breuer
Heilpraktikerin Klara Breuer referiert demnächst wieder über ihr Fachgebiet Klassische Homöopathie. Sie erläutert die Grundzüge dieser vor rund 200 Jahren von dem sächsischen Arzt und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann geschaffenen Ganzheitsmedizin.
Die Referentin geht auf vorbeugende Maßnahmen und die Behandlung von akuten sowie chronischen Erkrankungen bei Kleinkindern ein, zum Beispiel Blähungen, Kinderschnupfen, Fieber, Mittelohrentzündung, Neurodermitis.
Bei der Veranstaltung können in lockerer Runde auch weitergehende Fragen zur Homöopathie erörtert werden.
Mittwoch, 30. Mai 2012, 20.00 Uhr
WO?
Hebammengemeinschaft Hevianna
Kölnstraße 82, St. Augustin-Hangelar
Info-Telefon 02241-2014660
Eintritt frei
Informationen über meine Praxis
Adresse:
Kölnstraße 82
53757 Sankt Augustin-Hangelar
Tel. 0 22 41 / 201 46 60
Fax 0 22 41 / 201 46 61
Internet: www.praxis-klara-breuer.de
Sankt Augustin-Hangelar liegt an der S-Bahn-Strecke 66 Bad Honnef-Königswinter-Oberkassel-Bonn-Beuel-St. Augustin-Siegburg. Von der Haltestelle St. Augustin-Hangelar-Mitte bis zur Praxis sind es circa 50 Meter Richtung Ortsmitte bis zur Kölnstraße. Dort links halten bis zur Kölnstraße 82.
Für Autofahrer: Hangelar liegt an der B 56 auf halber Strecke zwischen Bonn und Siegburg.
Von der Autobahnabfahrt Hangelar (A 59) fahren sie auf der B56 weiter Richtung St. Augustin-Hangelar, Siegburg. An der Kreuzung in Hangelar, an der sie sich links einordnen können (rechts (Autohaus) geht es nach Birlinghoven) biegen sie in die Kapellenstraße ein und fahren diese bis zum Ende durch. Dann rechts in die Kölnstraße einbiegen. Genaueres finden Sie in der Anfahrtskizze.
Sprechzeiten:
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich überwiegend zu meinen festen Telefonsprechzeiten zu erreichen bin. Diese sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14.00 bis 15.00 Uhr, mittwochs ab 16.00 Uhr. Sie erreichen mich unter der Nummer 0 22 41 / 201 46 60.
Terminvereinbarungen:
Wenn Sie Anfragen stellen oder Behandlungstermine vereinbaren möchten, können Sie dies während der Sprechzeiten (siehe oben) tun.
Bei akuten gesundheitlichen Problemen kontaktieren Sie mich bitte unter der Telefonnummer 0 22 41 / 201 46 60. Sollten Sie mich nicht persönlich erreichen, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter. Ich rufe dann sobald als möglich zurück.
Mein Anrufbeantworter ist während meiner Behandlungszeiten sowie außerhalb meiner Praxiszeiten immer eingeschaltet. Wenn Sie mir darauf eine Nachricht hinterlassen, rufe ich Sie in der Regel noch am selben Tag, spätestens jedoch am nächsten Werktag zurück.
Behandlungsprinzipien und Behandlungsablauf
Ich behandle ausschließlich mit klassischer Homöopathie nach den Regeln des Begründers Samuel Hahnemann. Das heißt, ich verordne weder homöopathische Komplexmittel noch mehrere Mittel gleichzeitig. Mehr über klassische Homöopathie und zu ihrer Geschichte erfahren Sie in dem Beitrag "Similia similibus curentur - Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden". Auch zu meiner Person gibt es noch mehr Informationen.
In einer Arbeitsgemeinschaft erfahrener Homöopathen unter der Leitung von Dr. Klaus-Henning Gypser widmen sich derzeit elf Ärzten und ich als einzige Heilpraktikerin der völligen Neubearbeitung der Materia Medica. Unter der homöopathischen Materia Medica verstehen wir die Auflistung körperlicher und geistiger Krankheitssymptome, die durch Arzneimittelprüfungen am gesunden Menschen hervorgerufen wurden. In dieser Arbeitsgemeinschaft wurde ebenfalls eine aktualisierte Fassung von Bönninghausens "Therapeutisches Taschenbuch" erarbeitet. Die Arbeitsgemeinschaft, besteht seit etlichen Jahren und tauscht regelmäßig Erfahrungen aus der täglichen Arbeit aus. Gemeinsam werden Fallbeispiele vorgestellt und zusammen begutachtet.
Für viele Patienten ist die homöopathischen Behandlung Neuland. Deshalb möchte ich den Ablauf einer typischen homöopathischen Behandlung kurz darstellen:
Die Anamnese
Bei der homöopathischen Erst-Anamnese (Aufnahme) wird die komplette Krankengeschichte des Patienten erfasst. Besonders wichtig ist dabei die genaue Beschreibung der Beschwerden. Das heißt, der Patient sollte möglichst genaue Angaben zu deren Besserung oder Verschlimmerung, zur Art des Schmerzes oder etwa zum Zeitpunkt des Auftretens machen können. Auch sehr individuelle Eigenheiten wie etwa Abneigung gegen und Verlangen von Speisen sind wichtig. Sollte sich das Gemüt (Psyche) seit der Erkrankung verändert haben, darf dies auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.
Die Anamnese dauert bei einem Erwachsenen etwa anderthalb bis zwei Stunden. Bei Kindern sind circa eine bis eineinhalb Stunden zu veranschlagen.
Diese zeitaufwändige erste Konsultation dient in erster Linie zum Kennenlernen des Patienten und zur Erfassung des chronischen Krankheitsbildes. Kommt der Erkrankte wegen eines akuten Geschehens wie zum Beispiel einer Erkältung, Bronchitis oder Halsschmerzen dauert die Aufnahme dieser Symptome dem entsprechend kürzer.
Danach erfolgt die Ausarbeitung, das heißt, ich wähle ein passendes homöopathisches Heilmittel aus. Dies ist ein sehr zeitaufwändiges Verfahren - allein von Hahnemann wurden 130 Mittel mit jeweils bis zu 2.000 verschiedenen Symptomen geprüft. Mittlerweile arbeitet die Homöopathie mit einer erheblich größeren Zahl von Heilmitteln.
Steht das homöopathische Heilmittel fest, wird dem Patienten das Rezept mit Einnahmeanleitung zugeschickt.
Die Folgekonsultation
In chronischen Fällen berichtet mir der Patient etwa zwei Wochen nach der ersten Mitteleinnahme kurz telefonisch, wie sich sein Gesundheitszustand entwickelt hat. Nach weitern zwei bis vier Wochen findet die nächste Konsultation statt. Dabei erfrage ich genau, ob eine Veränderung eingetreten ist, welche Beschwerden sich gebessert haben und welche verschwunden sind. Aufgrund dieses Gesprächs beurteile ich, ob ein neues Mittel ausgearbeitet werden muss oder eine Wiederholung der Mittelgabe in einer anderen Potenz sinnvoll ist.
Der weitere Behandlungsverlauf und die Dauer der jeweiligen Behandlung
sind grundsätzlich sehr individuell und hängen davon ab, ob eine Erkrankung chronisch oder akut besteht. Patienten, deren Beschwerden bereits seit 20 Jahren bestehen, sollten nicht davon ausgehen, dass sie nach drei Monaten gesund sind. Allerdings zeigt sich dann meist aber schon eine eindeutige Besserung.
Eine akute Erkrankung, zum Beispiel ein fieberhafter Infekt, sollte sich bereits nach Stunden bessern, das bedeutet, der Patient wird schnell fieberfrei und am Tag nach der Einnahme des homöopathischen Mittels geht es ihm schon merklich besser.
Warum gilt die Homöopathie gerade für Kinder als besonders geeignet?
Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie.
Seit ca. drei Jahren arbeite ich in St. Augustin-Hangelar in einer Praxisgemeinschaft mit drei Hebammen (www.Hevianna.de). In dieser Zeit habe ich gute Erfahrungen mit der Behandlung von Schwangeren und Kindern gemacht. Es liegt nahe, dass Schwangerschaft und Geburt innerhalb der Praxisgemeinschaft auch für mich ein wichtiges Betätigungsfeld darstellen. Es zeigt sich, wie sanft und regulativ gerade auch in diesem Bereich die Homöopathie wirkt. Erkrankungen wie Schwangerschaftsübelkeit oder -erbrechen, vorzeitige Wehen, Erkältungen und vieles mehr können ohne Nebenwirkungen behandelt werden. Wie mir meine erfahrenen Hebammen bestätigen, bringen werdende Mütter, die homöopathisch behandelt wurden und sich wohl fühlen, auch gesündere Babys zur Welt.
Da Kinder sich nur unzureichend zu Ihren Beschwerden äußern können, ist die Homöopathin auf eine gute Beobachtung der Eltern angewiesen. Kinder besitzen übrigens genauso wie Tiere im Vergleich zu Erwachsenen noch eine besonders gute Reaktionsfähigkeit.
Deshalb werden bei Kindern häufig besonders eindrucksvolle Behandlungserfolge erzielt. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass das Arzneimittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt wurde.
Grenzen der Homöopathie
Grundsätzlich kann die Homöopathie sowohl chronische als auch akute Erkrankungen erfolgreich behandeln.
Aber: Überall da, wo etwas zerstört ist, kann auch die Homöopathie nicht mehr helfen.
Beispiel: die durch langjährige Entzündung veränderten Gelenke eines Rheumakranken. Diese können natürlich auch durch eine homöopathische Behandlung nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurückversetzt werden. Aber was erreicht werden kann, ist, dass die Gelenke abschwellen und nicht mehr schmerzen. Das heißt: Was gestört ist, kann mithilfe der Klassischen Homöopathie wieder in Gleichgewicht gebracht werden.
Ein anderes Beispiel wäre ein an Diabetes mellitus erkrankter Patient, der Insulin spritzen muss. Sollten bereits zu viele B-Zellen im Laufe der Erkrankung in der Bauchspeicheldrüse zerstört worden sein, wird er dies wohl weiterhin tun müssen. Erreichbar ist aber, dass der Patient mit weniger Insulin auskommt, der Blutzuckerspiegel sich konstanter einstellen lässt und sich die vielen Begleitbeschwerden wie Schmerzen und Parästhesien (Empfindungsstörungen) bessern.
Auch bei einer Lungenentzündung würde ich immer schulmedizinisch mit einem Antibiotikum behandeln - aber gleichzeitig eine begleitende homöopathische Behandlung beginnen. Die homöopathische Begleittherapie bewirkt eine schnelle Besserung des Allgemeinbefindens und leitet zügig den Heilungsprozess ein.
Was versteht man unter Potenzierung?
Hahnemann entwickelte, zunächst angetrieben von dem Wunsch, die starken Reaktionen von Patienten auf die Gaben roher Arzneisubstanzen zu verringern, ein eigenes Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln und führte dieses nach jahrelangen Experimenten in die Homöopathie ein.
Die Arzneien werden stufenweise verdünnt und zwischen jedem Verdünnungsschritt verrieben beziehungsweise verschüttelt. Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Irrtum, es handle sich lediglich um eine Verdünnung, kommt der Verreibung respektive dem Verschütteln eine große Bedeutung zu. Erst dadurch, zusammen mit der Verdünnung, wird die Arzneikraft in vollem Maße erschlossen.
Die Verdünnung erfolgt mit den arzneilich neutralen Substanzen Alkohol oder Milchzucker. In der ersten Verdünnungsstufe (zum Beispiel im Verhältnis 1:100) wird ein Teil des Arzneistoffs mit 100 Teilen Milchzucker oder Alkohol verschüttelt oder verrieben, das Ergebnis ist die Potenz C1. Dann wird im selben Verhältnis weiter verdünnt, wieder verschüttelt beziehungsweise verrieben; so erhält man die Potenz C2 usw.
In der klassischen Homöopathie gibt es drei verschiedene Verfahren zur Potenzierung mit jeweils unterschiedlichen Verdünnungsschritten:
D (Dezimal)-Potenzen: Verdünnung 1:10
C (Centisimal)-Potenzen: Verdünnung 1:100
Q oder LM (Quinquagintamillesimal): Verdünnung 1:50.000
Potenzierte Arzneien zu verabreichen ist noch keine Homöopathie
Wenn dem Patienten ein "homöopathisches Mittel" (so wird eine Vielzahl von Mitteln genannt, was genau genommen oft falsch ist) verordnet wird, so hat er noch keine Gewähr dafür, dass das Mittel auch nach dem Ähnlichkeitsgesetz ausgesucht wurde. Erst durch die Verschreibung nach diesem Gesetz wird eine Arznei zu einem homöopathischen (= ähnlichen) Mittel für eine Krankheit. Nur wenn die bestehenden Symptome der Krankheit den Symptomen ähnlich sind, die durch diese Arznei bei einem gesunden Menschen hervorgerufen werden können, ist eine heilende Wirkung zu erwarten.
Die Verordnung eines so genannten "homöopathischen Mittels" allein ist noch lange keine Homöopathie, das ist sehr wichtig zu wissen!
Weitere Informationen
Homöopathie im Internet:
Homoöpathie-Online
Internationales Homöopathie-Portal
Natur und Medizin e.V.
Karl und Veronica Carstens-Stiftung
Weitere Links ...
|